Der Arbeitsort verändert das Risiko

Eine KI-Funktion innerhalb von Word wirkt wie ein gewöhnliches Schreibwerkzeug. Rechtlich massgebend bleibt aber, welche Dokumente und Zusatzquellen das System lesen darf, wohin Inhalte übermittelt werden und wie lange Eingaben, Ausgaben oder Protokolle gespeichert bleiben.

Bei Gesundheitsdaten kommen neben dem Datenschutz insbesondere das Berufsgeheimnis, die Datensicherheit und die medizinische Sorgfaltspflicht hinzu.

Ein geeigneter Einstieg

Gut kontrollierbare Anwendungsfälle beginnen bei der Extraktion bereits vorhandener Informationen und der formalen Qualitätssicherung. Je stärker die KI Inhalte bewertet, ergänzt oder direkt verändert, desto höher muss die fachliche Kontrolle sein.

  • Nur klar definierte Dokumenttypen und Datenkategorien freigeben
  • Zulässige Quellen und verbotene Ergänzungen ausdrücklich festlegen
  • Änderungen sichtbar und nachvollziehbar halten
  • Ergebnisse anhand der Primärquellen fachlich prüfen
  • Produktänderungen und neue Datenzugriffe erneut beurteilen

Technik folgt Verantwortung

Die Toolauswahl sollte nicht am Anfang stehen. Ausgangspunkt ist der konkrete Arbeitsprozess: Welche Aufgabe wird unterstützt, welche Daten sind betroffen, wer kontrolliert das Ergebnis und wer trägt die Freigabeverantwortung?

Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine Rechtsberatung im Einzelfall.